FÜR EINE NEUE, GLOBALE FINANZARCHITEKTUR (EURE WELT AUS DER SICHT EINES AUßERIRDISCHEN)

© 15.4.2016, Alexander Sigismund Gruber, Germany, bluewinds44@gmail.com

 

EIN PARADIGMENWECHSEL IN DER ÖKONOMIE: FÜR EINE NEUE, GLOBALE FINANZARCHITEKTUR

Die wichtigste Voraussetzung für ein lebenswertes Leben, die gesellschaftlicher Natur ist, scheint mir eine funktionierende und gerechte Ökonomie zu sein. Milliarden Menschen gehen jeden Tag zur Arbeit und leben von dem Lohn oder Gehalt, das ihnen zur Verfügung steht. All diese Menschen sind auf ein funktionierendes Finanzsystem angewiesen. Deshalb ist es nicht falsch, eine links orientierte Reform des Finanzsystems anzustreben (internationalistisch und humanistisch). Innerhalb des kommenden Zeitalters der Knappheit natürlicher Ressourcen scheint eine Geldwirtschaft essentiell zu sein. Geld ist ein Maß und Gegenwert für den Zugang zu natürlichen Ressourcen für das Individuum, wobei sie oder er frei darin bleiben, für welche Güter das Geld ausgegeben wird. Und weil die natürlichen Ressourcen pro Kopf knapp sein werden, ist es notwendig eine solche Begrenzung durch das verfügbare Einkommen zu haben. Deshalb stimme ich nicht mit einigen Ultra- Linken überein, die das Geld abschaffen wollen. Und außerdem ist eine Geldwirtschaft wesentlich, um die Optimierung von Produkten und Produktionsweisen anzutreiben, die ein Vorteil des Kapitalismus ist.
Das Hauptproblem, das ich gefunden habe ist, dass der Kapitalismus über keine kohärente Methode der Geldvermehrung verfügt. Eine solche ist aber für das Wachstum der Weltwirtschaft unerlässlich. Im ersten Kapitel analysiere ich diese Situation und im zweiten Kapitel stelle ich meine Lösungsidee vor. Diese Idee habe ich direkt damit verknüpft auch die Probleme von Armut und Hunger auf der Erde durch diesen Ansatz zu lösen (qualitatives Wachstum). Dies würde insgesamt auch zu einem ökologischeren Kapitalismus führen. In den beiden letzten Kapiteln weite ich den Horizont auf die Situation der Menschheit ganz allgemein aus und ordne meine Initiative darin auf kreative Weise ein.

Inhaltsverzeichnis:
1. ZUR POLITIK DES BILLIGEN GELDES
2. FÜR EINE NEUE, GLOBALE FINANZARCHITEKTUR
3. AUSBLIK AUF DIE PERSPEKTIVEN DER MENSCHHEIT MIT DIESER POLITIK
4. EURE WELT AUS DER SICHT EINES AUßERIRDISCHEN

 

1. ZUR POLITIK DES BILLIGEN GELDES

Lassen Sie mich mit einer Frage beginnen, die es ermöglicht meine Idee besonders übersichtlich darzustellen. Wie vergrößert der Kapitalismus sein Geldvolumen, so dass die Weltwirtschaft wachsen kann? Ich will hier die makroökonomische Bilanz ansprechen, es geht mir nicht um bestimmte industrialisierte Volkswirtschaften, die durch Exportüberschüsse Geldvolumen von fremden Ökonomien absorbieren und damit ihren Wohlfahrtsstaat und ihren Jobbestand aufrecht erhalten. Betrachtet man die Weltwirtschaft global als geschlossenes System, so muss dem realen Wirtschaftswachstum (ohne Deflation) ein Geldvolumen entsprechen, das die zusätzlich erzeugten Güter und Dienstleistungen kauft. Ich frage danach, wo dieses herkommt.
Ich sehe hier nur zwei Möglichkeiten. Entweder Staaten, bzw. ihre Zentralbanken, drucken Geld und werten damit ihre Währungen ab. Oder Staaten (und Privatpersonen) leihen sich Geld, wodurch ein Teil des Kapitals, das sich in der Geldblase der Gewinne angehäuft hat, wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückkehrt.
Ich analysiere hier die Wirtschaft in einem einfachen Bild in zwei Teilen. Es gibt den Kreislauf der Realwirtschaft. In diesem Kreislauf rotiert Geld, indem es ausgegeben und wieder verdient wird im Takt der Lohnzahlungen und Gehaltszahlungen. Und es gibt einen Anteil an Geld, der nicht sofort wieder ausgegeben wird. Das ist der Anteil des Gewinnes bei jedem Kauf. der nach Abzug des Preises für natürliche Ressourcen, menschliche Arbeitskraft, Steuern, Vorprodukte e.c.t verbleibt. Diese Gewinnanteile sammeln sich in einer Geldblase, der großen Blase der Gewinne. Das Problem ist, dass die Gewinne den Wirtschaftskreislauf ausdünnen, bis sie schließlich nicht mehr rentabel reinvestiert werden können. Zehn Jahre fallende Reallöhne in Deutschland bei steigenden Unternehmensgewinnen. Schließlich kommt es aus Mangel an Geld im Kreislauf der Realwirtschaft – aus Mangel an Nachfrage – zu Einbrüchen wie der Immobilienkrise. Dieser Vorgang wäre moch viel deutlicher, wenn das System nicht ständig durch den Zufluss von Geld in den Wirtschaftskreislauf gepuffert würde.
Beide oben genannten Optionen das globale Geldvolumen zu vergrößern haben erhebliche Nachteile. Die Abwertung von Währungen führt zwar für die Länder, die sie vornehmen, zu einer Ankurbelung des Exportes, aber ausländische Güter, insbesondere auch Rohstoffimporte, werden teurer. So stieg zum Beispiel der Benzinpreis in Indien durch die Abwertung der Währung rasant an. Außerdem wird durch die Abwertung von Währungen das internationale Wirtschaftsgefüge stark belastet. Die Märkte werden verzerrt. Man spricht ja auch negativ von „Währungsdumping“.
Die Staatsverschuldung auf der anderen Seite ist überhaupt nicht mehr tragbar. Die Abzahlungen haben heutzutage ein Volumen im zweistelligen Prozentbereich der Haushalte erreicht. Dieses System stolpert über seine eigenen Füße. Die weltweite Gesamtverschuldung hat im Sommer 2013 die Marke von 100 Billionen Dollar erreicht. Zwischen den Jahren 2007 und 2013 sind die weltweiten Staatsschulden um 80% gewachsen [1]. Die Verschuldung von privaten Unternehmen stieg in etwa im gleichem Maße [1]. Die weltweite Gesamtverschuldung stieg im gleichen Zeitraum um 40% [2].
Hierbei spielt vor allem die Politik des billigen Geldes der Zentralbanken nach der Krise von 2007 eine Rolle. Es wurde in großem Umfang von den Zentralbanken Geld gedruckt und zu niedrigsten Zinsen an die Geschäftsbanken verliehen. Die Kreditklemme der Geschäftsbanken durch das Platzen der Immobilienblase wurde bei weitem überkompensiert. Das lässt sich an den niedrigen Zinsen in den wichtigsten europäischen Industrieländern ablesen. Im Grunde wurde damit ein Klima geschaffen, das es Großkonzernen erlaubt ihre Investitionen billiger zu tätigen (aufgrund der niedrigeren Kreditzinsen), so dass die Produktion profitabler wird. Mit der Option dadurch die Exportpreise zu senken. Diese Politik reiht sich also in die angebotsorientierte Politik des Neoliberalismus ein, zu der auch Steuersenkungen für Wohlhabende, Lohnkürzungen und Sozialabbau gehören. Es geht darum die eigenen Volkswirtschaften konkurrenzfähiger zu machen, auf Kosten der Schwellenländer sowie Chinas und des Wohlstands der eigenen arbeitenden Bevölkerung.

Aber: Irgendwann müssen die Kredite zurück gezahlt werden. Und wenn dem weltweiten Wirtschaftskreislauf die ganze Nachfrage, die jetzt durch das billige Geld hinzugefügt wurde, wieder entzogen wird, dann bleibt kein Geld mehr für das eigentliche Wachstum. Die Folge kann nur sein, dass weitere Investitionsblasen platzen und es zu einer erneuten Krise auf dem Arbeitsmarkt kommt. Ich denke, dass die Überproduktionskrisen auf den Märkten für mineralische Rohstoffe (Erdöl z.B.) und Lebensmittel bereits eine Folge der Überkapitalisierung durch die Flut des billigen Geldes sind. Das sind die neuen Blasen, die bald platzen werden.
Die viel beschworenen „Innovationen“ sind auch nicht die Lösung des Problems, denn dadurch wird nur Produktion von einem Wirtschaftssektor oder Produkt auf einen anderen oder ein anders (neues) Produkt umgeschichtet. Statt Festnetztelefonen kaufen die Menschen dann Handys, statt Desktopcomputern Tablets. Für eine Produktion die boomt, muss eine andere schließen. Das Geld im globalen Wirtschaftskreislauf kann nur einmal ausgegeben werden.
Das eigentliche Problem ist, dass im Kapitalismus der Wirtschaftskreislauf ständig durch Gewinne ausgedünnt wird, bis schließlich so wenig Kaufkraft verbleibt, dass sich die Gewinne nicht mehr rentabel reinvestieren lassen. Finanzkapital wird „arbeitslos“ und beginnt zu spekulieren. Und Staaten haben sich daran gewöhnt, den Wirtschaftskreislauf immer wieder durch Verschuldung zu puffern, d.h. Geld aus der Blase der Gewinne durch Staatsverschuldung in den Wirtschaftskreislauf zurück zu bringen. Dieses System ist jetzt an seine Grenzen gestoßen. Und es wird dadurch weiter aufrecht erhalten, dass die Zentralbanken die Notenpresse betätigt haben und die Zinsen damit auf Niedrigstniveau gesenkt haben. Das billige Geld hat also zwei Seiteneffekte – also die Effekte, außer den Banken aus der Kreditklemme zu helfen – erstens hat es die Produktion verbilligt und trägt damit zu Exportüberschüssen bei und zweitens erlaubt es weitere Staatsschulden zu machen.

Am Ende kann das System des billigen Geldes nie aufhören, ohne eine Krise zu verursachen. Kredite müssen durch immer neue Kredite refinanziert werden. Die Kreditblase muss immer weiter vergrößert werden, damit sie nicht platzt. Und dieses System wird irgendwann über seine eigenen Füße fallen. Nämlich dann, wenn die Kreditkosten sich so aufgehäuft haben, dass sie nicht mehr bedient werden können. Gleichzeitig versuchen Unternehmer das letzte an Lohnsenkungen aus der Arbeitnehmerschaft heraus zu pressen, um die Kredite zurück zahlen zu können und setzten dazu durch Freihandelsabkommen wie das TTIP die Arbeitnehmerschaft der Welt unmittelbarer Konkurrenz um die niedrigsten Löhne und Standards aus. Ein unhaltbarer Zustand.

 

2. FÜR EINE NEUE, GLOBALE FINANZARCHITEKTUR

Was also fehlt ist eine ökonomisch nachhaltige Politik der Vergrößerung des Geldvolumens im Kapitalismus. Jedem Wachstum muss (ohne Deflation) ein Geldvolumen entsprechen, das benötigt wird, um die zusätzlich produzierten Güter und Dienstleistungen zu kaufen. Und um dieses zu erzeugen bedarf es einen weltweiten, kohärenten oder kooperativen Mechanismus.
Die Politik der sporadischen Geldvermehrung durch insulare Abwertung von Währungen (indem Staaten Geld drucken) und billige Riesenkredite muss durch eine ökonomisch nachhaltige Politik ersetzt werden, die allen beteiligten Staaten nützt. Ohne die Erzeugung von Geld kann der Kapitalismus von einem Punkt an nicht mehr expandieren, wenn nicht mehr Geld aus dem Ausland absorbiert werden kann (Politik der Exportüberschüsse). Gewinne werden investiert, um noch größere Gewinne zu machen, nicht als Selbstzweck. Und ohne Gelderzeugung hat dies eine Grenze – oder es werden große Verluste gemacht (siehe Immobilienblase). Das ist eine Frage der makroökonomischen Bilanz.
Und hier setzt meine Idee an. Positiv ausgedrückt: Ein besserer Kapitalismus ist möglich. Lassen Sie mich an dieser Stelle mein System als neue, globale Finanzarchitektur darstellen. Ich schlage vor, dass nicht nur einige wenige Länder, sondern alle Notenbanken Geld drucken. Dies soll im Rahmen einer multilateralen Vereinbarung, etwa unter dem Dach der UNO oder WTO, geschehen. Jedes Land bekommt dabei eine Gelddruckfazilität zugewiesen, einen Prozentsatz seines BIP, den es jährlich drucken darf. Ich wäre für 2% – 5% des BIP als Regelfall. Dadurch wird zwar eine gewisse Inflation ausgelöst, aber es soll so gemacht werden, dass alle Währungen relativ zueinander stabil bleiben. Das heißt, weil alle im Verhältnis zu ihrer Wirtschaftsleistung die gleiche Menge Geld drucken, verschieben sich die Währungen nur unwesentlich zueinander. Um es mal so paradox aber dennoch präzise auszudrücken: Indem alle ihre Währung kooperativ (gleichermaßen) abwerten wird keine Währung der anderen gegenüber abgewertet.
Die Inflation wäre im Wesentlichen stets eine Inlandsinflation. Oder besser, eine Weltbinneninflation. Dazu würde ich die Tobinsteuer, die Steuer auf alle Transaktionen (Währungsmarkt, Rohstoffmärkte) von etwa 0,1%, die Spekulationen unrentabel macht, in diesem Wirtschaftsraum flächendeckend einführen. Und die rohstoffproduzierenden Länder sollten mit mindestens 30% an dem Verkauf ihrer Rohstoffe beteiligt werden. Das betrifft zum Beispiel das Bauxit und Eisenerz, das das westafrikanische Guinea liefert.

Damit nun aber nicht alle Politiker sich in einem Wettlauf von Wahlgeschenken an ihr jeweiliges Klientel zu überbieten versuchen, muss dann die Rolle der Zentralbanken neu geregelt werden. Und was wäre gerechter und besser mit dem frischen Geld im Wirtschaftskreislauf der Weltwirtschaft zu machen, als endlich Armut und Hunger auf der Erde effektiv zu bekämpfen? Die neue Rolle der Zentralbanken wäre also als die Armutsreduktion zu bestimmen. Daneben können noch ökologische Transformation (gegen den Klimawandel und seine Folgen) und Friedenspolitik einen Anteil haben. Das frisch gedruckte Geld sollte also vor allem an die Armen und Hungernden verteilt werden. Das Problem der Hungernden ist ja nicht so sehr, dass ihnen die Menschen in den reichen Ländern die Nahrung weg essen, sondern dass sie selbst kein Geld haben, um sich Lebensmittel zu kaufen, so dass die Produktion in kurzer Zeit der Nachfrage nachläuft. In Deutschland könnte mittels seiner Druckfazilität (bereits mit 2% des BIP) ein Mindesteinkommen von 1050 Euro realisiert werden, das „Die Linke“ vorschlägt. Und für Afrika südlich der Sahara würden 5% des dortigen BIP ausreichen, um die Zahl der Hungerenden sofort zu halbieren. Viele würden in der wachsenden, lokalen Landwirtschaft Arbeit und Einkommen finden. In Nordafrika könnte die soziale Situation stabilisiert werden, was auch dem Islamischen Staat die Rekrutierungsbasis entziehen würde. Diese ganze Politik wäre ein hervorragendes Konjunkturprogramm, das überall die Binnenwirtschaft ankurbeln würde. Der Widerspruch zwischen Austeritätspolitik und Investitionspolitik würde aufgehoben, denn die Druckfazilitäten wären das Investitionsprogramm, während der normale Haushalt ausgeglichen sein kann.
Durch die Zurückdrängung des Primats des Welthandels würden die Transportwege verkürzt, was auch zu einem ökologischeren Kapitalismus führen würde. Die Wirtschaft würde „qualitativ“ von den Bedürfnissen der Armen und Hungerenden her wachsen, anstatt wie jetzt durch den Kauf von unökologischen Luxusgütern, angekurbelt durch das billige Geld der Zentralbanken. Und mit der boomenden Konjunktur wären sozial und ökologische Standards mit der Mehrheit der Arbeitnehmer wieder durchsetzbar. Die Lösung vieler Probleme hängt so gleichzeitig an der Lösung des Problems der kohärenten Geldvermehrung im Kapitalismus.

Dabei könnten die Druckfazilitäten auch steuerungspolitisch eingesetzt werden. Länder, die bisher ihre Kohlevorkommen für ihre Energieversorgung ausbeuten, könnten durch den Anreiz einer Erhöhung ihrer Druckfazilität um 1% dazu motiviert werden (und dafür kompensiert werden), davon Abstand zu nehmen und auf erneuerbare Energien umzustellen. Länder, die Flüchtlinge aufnehmen, könnten ebenfalls einen Bonus von 1% pro Million aufgenommener Flüchtlinge erhalten. Die Druckfazilitäten würden als eine Form der Entwicklungshilfe zudem dazu beitragen, die sozialen Migrationsursachen in den Herkunftsländern zu reduzieren. Dabei ist wichtig, dass das neue System ein Solidarsystem von Währungen wäre. Starke Währungen würden schwache Währungen unterstützen (Geld bereitstellen), so dass das Währungsgefüge stabil bleibt. Das würde dann auch die Druckfazilitäten als politisches Steuerungssystem ermöglichen. Der Wettlauf um die schlechtesten Löhne und Arbeitsbedingungen würde ersetzt durch ein System der internationalen Solidarität, von dem alle profitieren. Statt darauf zu bauen insular Geldströme der kargen, sporadischen Injektionen in den weltweiten Wirtschaftskreislauf zu absorbieren, würde die Weltwirtschaft im koordinierten, kooperativen Zustrom frischen Geldes für alle wachsen. Statt sich in einen Unterbietungswettlauf der Valuta der Währungen zu begeben, würden alle Geld erhalten und alle Währungen und das heißt Exportmöglichkeiten würden stabil zueinander bleiben (siehe letzter G20 Gipfel). Mein System macht sozusagen aus der Not (Abwertungswettlauf durch Drucken von Geld) eine Tugend (alle werten ab und zwar quantitativ koordiniert). Und dies geschieht nun nicht mehr, um das Exportvolumen einzelner Länder zu erhöhen, sondern um das Geldvolumen im globalen Kapitalismus bereit zu stellen, so dass alle Wirtschaften wachsen können.

Das Thema Inflation ist sehr wichtig. Ich habe einmal versuchsweise die beiden völlig unterschiedlichen Wirtschaftsperioden für Deutschland zwischen 1969 und 1978 und zwischen 2004 und 2013 untersucht. Der Mittelwert der Wachstumsrate während der ersten Periode, der Boomperiode, ist 3,6% und der der Inflation 4,66%. Die entsprechenden Werte für die zweite Dekade, die mageren Jahre, sind 1,26% und 1,61%. Bildet man nun die Quotienten zwischen realem Wachstum und Inflation, so erhält man 78,3% für die erste Periode und 77,1% für die Zweite Periode. Was sich hier andeutet ist, dass wenn man die Perioden lang genug wählt, so dass sich die konjunkturellen Schwankungen wegmitteln und kurz genug, um genügend Perioden vergleichen zu können, dann scheint sich ein sehr konstanter Quotient zwischen realem Wachstum und Inflation zu ergeben. Ich habe die Untersuchung jetzt vervollständigt, indem ich für die Periode von 1979 bis 1988 einen Quotienten von 78,0% gefunden habe und für die Periode von 1989 bis 1998 beträgt der Quotient 89,9%. Die Periode nach der Wiedervereinigung fällt also deutlich heraus, aber für die drei anderen Perioden ist der Quotient sehr konstant. Siehe [2] für die Basisdaten.
Das bedeutet, dass Inflation ein geradezu natürlicher Begleitumstand von Wachstum ist. Das ist auch systematisch einsichtig, denn wenn das Geldvolumen vergrößert wird, so dass mehr gekauft werden kann, dann steigen auch die Preise etwas, bis die Produktion „nachgelaufen“ ist. Und dafür scheint es einen sehr konstanten Quotienten zu geben, den ich im Folgenden meinen Überlegungen zu Grunde legen möchte.
Inflation ist ja kein Naturgesetz, sondern kommt durch menschliche Kaufentscheidungen und Angebotsentscheidungen zustande. Insbesondere, wenn das Geld den Armen gegeben wird, werden diese eher mehr verschiedene Güter billig einkaufen, statt für denselben Bedarf mehr aus zu geben. Deshalb ist wohl die „Ausbeute“ an realem Wirtschaftswachstum im Verhältnis zur Inflation während der Periode nach der Wiedervereinigung höher ausgefallen, weil die meisten Menschen in Ostdeutschland eher arm waren.

Werden nun 2% des BIP an frischem Geld jedes Jahr gedruckt und an die Armen und Hungernden verteilt, wie ich geschrieben habe, dann passiert folgendes: Ein Teil davon wird in reales Wirtschaftswachstum umgesetzt und ein Teil in Inflation (Entwertung des Geldes). Nun zirkulieren diese 2% mehrmals während eines Jahres im Wirtschaftskreislauf, bis sie in der Blase der Gewinne verschwunden sind. Und jedes mal trägt ein Teil von ihnen zum BIP bei. Ich könnte mir also denken, dass diese 2% zum Beispiel eine Inflation von 5% auslösen und demnach mit dem empirischen Faktor des letzten Abschnitts ein reales Wachstum von 5% * 78% = 3,9%. Das wären also die zu erwartenden oder angestrebten Zahlen für die Weltwirtschaft. Gibt man zusätzlich die übliche Entwicklungshilfe für Bildung und Gesundheit aus, wären Hunger und Arbeitslosigkeit mit solch einer Rate bald vertrieben. Die Weltwirtschaft würde florieren. Das Problem der kapitalistischen Ökonomie, dass sie heutzutage weltweit Massenarbeitslosigkeit und Elend immer zusammen mit Wohlstand für wenige hervorbringt, wäre überwunden.

In diesem Zusammenhang bringt die neue Architektur zwei Faktoren hervor, die Finanzkapital in Investitionen in die Realwirtschaft treiben. Erstens erzeugen die Druckfazilitäten Kaufkraft, so dass sich Investitionen lohnen. Zweitens schmilzt alles brach liegende Finanzkapital mit 5% pro Jahr ab.
Das treibt das Finanzkapital ebenfalls dahin investiert zu werden (Ich spreche englisch für letzteres vom „Push“-Faktor und und für ersteres vom „Pull“-Faktor). Der positive Seiteneffekt des neuen Systems wäre also auch, dass Schulden mit der maximalen Inflation von 5% abschmelzen würden. Löhne, Gehälter, Sozialhilfe und Renten müssten natürlich regelmäßig an die Inflation angepasst werden. Aber das war ja während der oben untersuchten Boomperiode in Deutschland (mit 4,66% Inflation) auch kein Problem.
Natürlich gibt es noch andere Produktivfaktoren, als nur das verfügbare Geldvolumen im Wirtschaftskreislauf der Realwirtschaft. Bildung, Technologie, natürliche Ressourcen sind solche Faktoren. Damit das neue System nicht zu einer hohen Inflation führt, muss es behutsam angefahren werden, damit die anderen Faktoren mitwachsen können. Deshalb schlage ich vor auch für die Entwicklungsländer mit 2% des dortigen BIP zu beginnen und dann die Wirkung abzuwarten und gegebenenfalls die Druckfazilitäten später auf 5% des BIP zu erhöhen. Auf jeden Fall muss eine galoppierende Inflation, die aufgrund unterentwickelter Produktivfaktoren eintreten würde, vermieden werden.

Ich möchte noch einige Worte zu meiner neuen, globalen Finanzarchitektur und anderen Ideen in diesem Essay sagen. Ich bin geistig behindert und habe bisher keine Gelegenheit gehabt, mir irgendeine Karriere auf zu bauen. Dabei benötige ich eigentlich dringend Geld für meine Heirat in Westafrika. Deshalb lege ich großen Wert auf meine Autorenschaft für alle gänzlich neuen Ideen in diesem Essay. Das betrifft neben der neuen, globalen Finanzarchitektur unter anderem auch meine Deutung des Archetypus des in der Sonne Lebens in Kapitel vier und den dort gemachten Vorschlag, LSD über den Kämpfern des Islamischen Staates, statt Bomben, ab zu werfen. Das sind alles sehr wertvolle Ideen und ich werde mich öffentlich dagegen wehren, wenn sich das jemand unter den Nagel reißt, um seine eigene Karriere zu befördern und ich wieder leer ausgehe. Sie können mich aber gerne für einen Vortrag oder ein Interview einladen oder mich zitieren.
Mein Beitrag ist auch keine Eintagsfliege, sondern ich arbeite an einer ganzheitlichen, vernetzten Lösung der Probleme, die sich der Menschheit heute stellen. Das ist mein Buchprojekt mit dem Haupttitel: „Erinnerungen eines Außerirdischen“ und dem Untertitel: „Ein Brief an die Menschheit, ein philosophisches und politisches Manifest an der Schwelle zur Rohstofferschöpfung – vom Traumkulturhumanismus zur Humanökologie“. Dieses Projekt habe ich in die folgenden vier (ich denke vollständigen) politischen Felder gegliedert:
– Kultur (Humanismus, Werte, Traumkultur),
– die soziale Frage (Armut, Hunger, Arbeitslosigkeit),
– Humanökologie (Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung, Überbevölkerung),
– Friedenspolitik.
Mit meinem neuen Essay habe ich einen Teil meines Materials zur Vorveröffentlichung ausgekoppelt. Ich habe zu allen vier Politikfeldern viel zu sagen, so dass das Interview mit mir von der Finanzarchitektur ausgehen und in ein breiter angelegtes Gespräch münden könnte, in dem ich einige mit der Finanzarchitektur verbundene Punkte ansprechen könnte.
Ich will und kann meine Ideen selbst in der Öffentlichkeit vertreten. Ich bitte den Leser dies zu berücksichtigen. Vielen Dank.

 

3. AUSBLICK AUF DIE PERSPEKTIVEN DER MENSCHHEIT MIT DIESER POLITIK

Eine andere Frage ist die nach der Langzeitstabilität meines Systems. Es gäbe eine Maximalgröße, bis zu der der Realwert des Geldvolumens in der Finanzblase der Gewinne wachsen könnte. Wenn das Abschmelzen von Realwert durch die Inflation den Zufluss von Gewinnen aus dem Kreislauf der Realwirtschaft überschreitet, dann wächst die Blase nicht mehr. Auch der Zyklus der Realwirtschaft hat ein Maximum, wenn nämlich der Zufluss an gedrucktem Geld gleich ist dem Abschmelzen des Geldvolumens im Wirtschaftskreislauf durch die Inflation plus dem Abfluss in die Blase der Gewinne. Das System ist also langzeitstabil. Nur wegen der Inflation wird ab und zu eine Geldreform nötig sein, indem eine Null auf den Geldscheinen gestrichen wird (mit 5% Inflation in etwa alle 50 Jahre).
Das System ähnelt einem physikalischen Nichtgleichgewichtssystem, das sich im Fließgleichgewicht befindet. Wie alle Ökosysteme hat es einen starken Kreislaufaspekt. Der Zufluss von gedrucktem Geld ähnelt dabei dem Zustrom von Sonnenlicht und die Inflation ähnelt der irdischen Dissipation von Wärmeenergie in der Biosphäre und aus der Biosphäre heraus in das Weltall.
Das Finanzsystem überlagert das physikalische System des Planeten. Wenn der Zufluss an gedrucktem Geld kein reales Wirtschaftswachstum mehr herbei führt, sondern nur noch höhere Preise verursacht, dann ist das ein Indikator dafür, dass das monetäre System die Grenzen der physikalischen Ressourcen erreicht hat.
Lassen Sie mich an dieser Stelle etwas zur Theorie von Malthus sagen. Wenn die Bevölkerung exponentiell wächst, dann wächst auch die verfügbare Arbeitskraft exponentiell. Damit können auch die Technologie und die Agrarfläche, die kultiviert wird, exponentiell wachsen. Somit wächst auch die Nahrungsmittelproduktion dann exponentiell (solange noch nicht-kultivierte Agrarflächen vorhanden sind). Das ist genau, was seit dem Zweiten Weltkrieg passiert ist. Die Ressourcengrenze – die Maltussche Falle – wird statt durch Wachstumsprobleme durch ein relativ plötzliches antreffen der Flächenobergrenze und der technologischen Grenzen gekennzeichnet sein. Die Indikatoren werden steigende Kindersterblichkeit und Hungersnöte in der sogenannten dritten Welt sein. Ich schlage also vor die Malthussche Wachstumsratentheorie durch ein Aufschlagstheorie (englisch: „bounce-theory“) der Malthusschen Falle zu ersetzen. Das heißt man bemerkt das Problem erst ganz zum Schluss, wenn alle Ressourcen bereits belegt sind. Deshalb ist die Malthussche Falle bisher nicht eingetreten.
Darüber hinaus wird die hochindustrialisierte Landwirtschaft der Erde mit der Erschöpfung des Erdöls einen Einbruch erleiden, der einen dann Überhang von Bevölkerung ohne Nahrung zurücklassen wird. Ich nenne dies die „Malthussche Lücke“ (englisch: „Malthusian gap“). Dies ist meiner Ansicht nach ein sogar noch triftigerer Grund für Dekarbonisierung, als die globale Klimaerwärmung. Die Antriebstechnik muss dringend auf elektrische Energie umgestellt werden. Kohleverflüssigung zum Antrieb der Traktoren scheint keine Alternative zu sein, wenn man den hohen Preis und die Kohlendioxidemissionen bedenkt. Am Ende muss das Ziel eine völlig solare Recyclingwirtschaft sein (von der physikalischen Seite der Humanökologie her gesehen).

Ich denke, dass die Menschheit mit ihrem kontinuierlichen Bevölkerungswachstum in eine Falle läuft, in der sie mit einem harten, unerwarteten Ruck ankommen wird. Eventuell werden sogar die Malthussche Falle, die Malthussche Lücke und Ernterückgänge durch den Klimawandel zeitlich zusammenfallen. Dazu kommt dann noch die Zinssklaverei der Staatsverschuldung für die zukünftigen Generationen hinzu. Eine Megakrise, die sich durch die Überlagerung mehrerer Krisenfaktoren anbahnt. Jedenfalls ist es für die Armen und Hungernden von heute besser in diese Megakrise mit einem gerechten und funktionierenden Kapitalismus hinein zu gehen, anstatt mit dem heutigen disfunktionalen und ungerechten System. Nur, wenn es so weiter geht, dann wird meine konstruktive Problemlösung zu spät kommen.

Der Weg der nachholenden Entwicklung (Industrialisierung) steht nicht allen Entwicklungsländern offen. Wenn alle Länder gleicherweise Produzenten derselben industriellen Massenprodukte (Automobile, Kühlschränke, Fernseher, Computer, Handys und dergleichen) werden, wo sind dann ihre Käufer? Folglich kann die Option einen Wohlfahrtsstaat und einen großen Bestand Arbeitsplätze durch industrielle Exportüberschüsse aufrecht zu erhalten nicht für alle Länder offen stehen. Als Konsequenz dieser Überlegung, wenn auch nicht alle Länder mineralische Ressourcen haben, die sie verkaufen können, muss es Länder mit einem kleineren Bevölkerungsniveau geben. als in den Industrieländern aufgebaut wurde. Nicht alle Länder können das gleiche, hohe Bevölkerungsniveau haben, wie die Industrieländer.
Susan George ist allerdings dennoch im Irrtum, wenn sie unterstellt, das Kapitalisten „überflüssige“ Bevölkerung sozusagen abschaffen wollen. Dieses Ziel würde nur auftreten, wenn diese Hypertrophie des Bevölkerungswachstums auf dem Planeten zu einer Gefahr für die Reichen und Superreichen selbst würde. Aber das ist noch fast nirgendwo der Fall. Vielmehr führt das Bevölkerungswachstum zu einer härteren Konkurrenz der Jugend in der dritten Welt um die wenigen Arbeitsplätze. Dies erlaubt den Unternehmern die Löhne auf einen Tiefststand zu drücken und macht die Armen noch abhängiger von den Wohlhabenden. Das ist ganz klar im Interesse der Kapitalisten. Das ist die Präferenz der Konzerne, wenn sie Jobs outsourcen. Und das wurde kürzlich in den Konzernzentralen auch bemerkt, dass die Feministische Kritik an der Bevölkerungspolitik ihnen nützt. Und deswegen wird die feministische Position jetzt auch überall unterstützt oder ihr jedenfalls nicht mehr widersprochen.
Überbevölkerung ist tatsächlich kein ökonomischer Nachteil in diesem System, ganz im Gegenteil, durch die steigende Konkurrenz der Arbeiter weltweit ist sie sogar ein Standortvorteil. Aber um welchen Preis von Unterbezahlung und niedrigen Arbeitsschutzstandards? Es bleibt, dass Überbevölkerung global ein Stressfaktor für die Ressourcensituation ist. Dieser Punkt wird sich allerdings erst später voll auswirken.

Die kapitalistische Produktion mittels elektrischer Maschinen, die Arbeit rationalisiert, ist auf der anderen Seite nicht so unökologisch im Vergleich zu manueller Arbeit, wie man meinen könnte. Tatsächlich ist die solare Effizienz von elektrischer Arbeit (31% maximal) mehr als einen Faktor von zehn höher, als die von manueller Arbeit (1,8% maximal). Nur Biotreibstoff ist noch schlechter (mit 0,14%). Ich habe hierbei die solare Flächeneffizienz berechnet, mit der Sonnenlicht in mechanische Energie umgewandelt wird, über den Zwischenschritt der Umwandlung in Nahrung durch Photosynthese oder den Zwischenschritt der Umwandlung in elektrische Energie durch Solarzellen. Und bei der elektrischen Energie habe ich den sogenannten Erntefaktor und die Speicherung berücksichtigt. Um ein Wort über die Loyalität von Robotern zu sagen, sie wird praktisch die hierarchischen Strukturen und Konflikte unter den Menschen reflektieren, die die Roboter nutzen und betreiben.
Die Zurückweisung der Rationalisierung von Arbeit geht am entscheidenden Punkt vorbei. Ich bin wirklich nicht erfreut darüber, wenn Arbeiter wieder am Fließband mit Handspritzpistolen die langweilige und harte Arbeit zu tun haben, die Automobile zu lackieren. Nur damit wieder mehr Arbeit da ist. Ich denke, dass die Rationalisierung ein Vorteil ist, wenn sie auf die richtige Weise für die Arbeitnehmerschaft umgesetzt wird.
Wenn der Altbundeskanzler Helmut Schröder gesagt hat: „Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft!“, dann ist das schlichtweg falsch. Natürlich hat die Arbeitnehmerschaft das Recht Produktivitätssteigerungen entweder in mehr Konsum oder in mehr Freizeit umzusetzen. Das waren die zwei Verheißungen der industriellen Revolution. Mit dem heutigen System kontinuierlich hoher Arbeitslosigkeit wachsen vor allem die Konzerngewinne. Wenn es einen Spielraum für die Arbeitnehmerschaft gibt, dann bringt der jetzige Kapitalismus mehr Konsum hervor. Aber das kann durch den Kampf um kürzere Arbeitszeiten geändert werden, wenn dieser globalisiert wird.
Es verbleibt zunächst das Problem kürzere Arbeitszeiten, Arbeitsschutz und andere Sozialstandards innerhalb eines Systems schrankenloser internationaler Konkurrenz der Arbeitnehmer umzusetzen. Dabei verursachen Krise und Boom der Ökonomie für den Arbeitsmarkt unglücklicherweise stets ein antizyklisches Verhalten in Beziehung zu der Chance, den Kampf um kürzere Arbeitszeiten aufzunehmen. Während Phasen der Rezession, wenn die Teilung von Arbeitszeit am dringendsten ist, weil die Jobs knapp sind, hat die Arbeitnehmerschaft nicht die Kraft, um kürzere Arbeitszeiten durchzusetzen. Und während Phasen des Booms, wenn genügend Jobs vorhanden sind, dann wehren sich die Unternehmer gegen die Verkürzung der Arbeitszeit am meisten, weil sie Arbeitskräfte benötigen und die Löhne nicht steigen sollen. Deshalb sollte der Kampf um kürzere Arbeitszeiten trotzdem während einer Boomphase aufgenommen werden, die meine neue, globale Finanzarchitektur hervorbringen würde. Aus diesem Grund muss sich die globale Arbeiterbewegung noch stärker vernetzen.

Aber es muss endlich der Bevölkerungsdruck aus den Arbeitsmärkten der dritten Welt genommen werden. Jede Politik, die dies anstrebt muss natürlich die Menschenrechte berücksichtigen. Die Politik um das Bevölkerungswachstum zu stoppen darf aber aus den folgenden drei Komponenten bestehen: Altersversorgung, die unabhängig von der individuellen Anzahl der Kinder ist, Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln und Informationskampagnen über die Folgen des Bevölkerungswachstums. „Handle lokal, denke global.“, dann bitte zuerst und vor allem beim eigenen reproduktiven Verhalten. Es braucht einen starken informationellen Kontrapunkt gegen traditionelle Systeme, die eine Hypertrophie der Bevölkerung favorisieren, um Kombattanten für die Kriegführung ihrer Eliten zu gewinnen und um die Altersversorgung sicher zu stellen. Der Punkt der abnehmenden pro Kopf Ressourcen durch das Bevölkerungswachstum ist keine „abstrakte“ Dimension. Dieser Punkt wird sehr konkret auf der lokalen Ebene, zum Beispiel bei der Bodenkonkurrenz von Viehzüchtern und Ackerbauern im westafrikanischen Guinea. Jedoch sind die Bodenressourcen in ganz Afrika noch nicht erschöpft? Ja das ist doch sehr gut so, dann soll man versuchen das Bevölkerungswachstum zu stoppen, so dass es in Antizipation möglicher Krisen auch so bleibt. Hungerkrisen, wie sie jetzt zum Beispiel durch die Klimaerwärmung ausgelöst werden und wie sie auch mit den oben genannten politischen Instrumenten durch trotzdem stattfindendes Bevölkerungswachstum ausgelöst werden können. Nicht immer nur die eine oder die andere Ursache. Die Wirklichkeit ist multidimensional, multifunktional und multikausal. Beide Probleme müssen angegangen werden, sowohl das der Klimaerwärmung, als auch das des Bevölkerungswachstums. Dieses Denken in sich ausschließenden Alternativen, wobei eine um der Propaganda gegen die andere Willen unterdrückt wird, ist so desaströs.

Wenn die jungen Damen in der dritten Welt sich wirklich nicht bewusst sein sollten (wie Feministinnen behaupten), dass viele Kinder ihr Einkommen sicher stellen, wenn sie einmal alt sein werden, dann muss dieses Bewusstsein durch Informationskampagnen geschaffen werden. Meine westafrikanische Buschblume, meine Freundin ist ja selbst eine dieser Jungen Damen und sie ist sich des Problems durchaus bewusst. Sie schrieb mir, dass „[…] millions of people […] forcefully leave their own home, because they prefer to live a better life with good jobs, than to plan a way to prevent these Malthusian ideologies.”
Meine Politik der Druckfazilitäten ist am Ende auch eine Möglichkeit, um die Altersversorgung in der dritten Welt sicher zu stellen, bis sie dort ihr eigenes System dafür entwickelt haben. Und natürlich haben Frauen keine spezielle Verantwortung das Bevölkerungswachstum zu stoppen. Nein die Paare sind verantwortlich und in einem patriarchalischen Umfeld die Männer. All diese Argumente, die Feministinnen anführen, um gegen Bevölkerungspolitik Stimmung zu machen, sind leicht zu beantworten. Aber sie werden dennoch benutzt, um von dem eigentlich entscheidenden Punkt abzulenken, dass die pro Kopf Ressourcen mit dem Bevölkerungswachstum immer weiter abnehmen. Zur gleichen Zeit erhält der Kapitalismus seine disproportionierten Konsummuster aufrecht.

Grundsätzlich besteht hier ein Zielkonflikt: Einerseits kann nur das kapitalistische System die technologischen Ressourcen bereitstellen, um eine ökologische Massenproduktion von erschwinglichen Produkten sowohl fortgeschrittener Technologie (Computer und so weiter), als auch auch für die Grundbedürfnisse zu ermöglichen. Und nur dieses System scheint es durch seine hohe Produktivität zu ermöglichen die wachsende Bevölkerung auf dem Planeten zu ernähren (wiederum Nahrungsmittel zu erschwinglichen Preisen in großen Mengen für die wachsenden Stadtbevölkerungen zu produzieren). Auf der anderen Seite etabliert dieses System einen Hyperzyklus der Realwirtschaft an Konsum von unökologischem und überflüssigem Luxus (große Karossen und so weiter). Vielleicht sollte da ein Kompromiss gefunden werden: Nicht zu viel Konsum, um ökologisch genug zu bleiben und nicht zu wenig Konsum, um die notwendigen Anreize für einen funktionierenden Kapitalismus aufrecht zu erhalten. Das Unternehmen „Tesla“ mit seinen elektrischen Sportwagen scheint hier einen gangbaren Weg aufzuzeigen (aber Flüge in den Weltraum mit Feststoffraketen für Super-reiche sind ökologisch nicht tragbar). Und an diesem Punkt setzt zusätzlich mein System des realen Wirtschaftswachstums auf der Seite der Armen und Hungernden an (um Ungleichheit durch reales Wirtschaftswachstum „von unten“ zu minimieren). Aber dieses System sollte auch nicht überhitzt werden, um natürliche Ressourcen zu sparen. Nachhaltige Landwirtschaft (insbesondere als Subsistenzwirtschaft, wie die der Adivasi in Indien, die jetzt in der internationalen Linken so gefeiert wird) und wachsende Bevölkerung sind jedenfalls ein Widerspruch. Deshalb sollte die Langzeitstrategie sein das Bevölkerungswachstum zu stoppen und die Bedürfnisse der Arbeiterklasse durch meine Politik zu erfüllen. Dabei bin ich auf jeden Fall an einem Überschuss über das Existenzminimum hinaus interessiert. Eine sozialistische Mangelwirtschaft, die zudem auch noch unökologisch wäre, akzeptiere ich nicht. Meine ökonomische Theorie ist weit mehr eine Philosophie der Errungenschaften für die Menschheit, als eine nur der Vermeidung von Krisen. Sie ist weit mehr eine Philosophie des vernünftigen Überschusses, als eine von Vernachlässigung und bloßem Überleben.

 

4. EURE WELT AUS DER SICHT EINES AUßERIRDISCHEN

Das mit der neuen, globalen Finanzarchitektur…Ich werde jetzt versuchen es Euch noch einmal anders zu erklären. Es ist der einzige Kapitalismus der funktioniert. Nur so kann ein Kapitalismus funktionieren. Wie komme ich da drauf? Nun das weiß ich einfach, weil ich die Reinkarnation eines Außerirdischen bin, der hier auf Eurer Erde ein Praktikum macht (so würdet Ihr das nennen). Ich leiste hier Entwicklungshilfe unserer Spezies auf der Erde. Ich bin gar nichts besonderes auf unserem Planeten. Ich hatte da ein kleines Teehaus und habe täglich meinen Flugsaurier gefüttert und mich mit meinen intelligenten Gästen unterhalten. Bei uns sind die Saurier nicht durch einen Meteoriteneinschlag ausgestorben. Wir haben viel mehr Saurierarten. Er wird natürlich vegetarisch gefüttert. Wir sind alle Vegetarier, weil das viel weniger Bodenfläche für die Produktion unserer Nahrung verbraucht. Nun meine Gäste die haben alle einen IQ, ihr würdet messen von vielleicht 500. Und die haben eines Tages gesagt: „Wir suchen jemanden für eine Mission auf der Erde. Sie haben da Probleme an der Schwelle zu ihrer Rohstofferschöpfung, die können sie nicht alle alleine lösen.“ Ich hab mir das mal so angesehen, wie unsere intuitionalen Maschinen Eure Erde zeigen. Was für ein toller Planet. Wir haben viel mehr Schwerkraft und eine schnellere Rotation (so dass die Anziehungskraft an den Polen sehr verschieden vom Äquator ist). Und wir haben weniger Wasser. Dafür ist unsere Spezies aber auch intelligenter als Eure, da wir einem viel höheren Selektionsdruck ausgesetzt waren. Und da haben sich meine Freunde gedacht, nehmen wir den Alex, der ist nicht zu intelligent, so dass sie sich dann da gleich so minderbemittelt vorkommen und intelligent genug mit seinem IQ von 160, um die Mission zu erfüllen. Dann habe ich die vielen hüpschen, zierlichen Mädchen auf Eurem Planeten gesehen, wir sind viel robuster gebaut in dieser Schwerkraft, und ich war begeistert. Nun ich war dafür bereit mich ohne Rückfahrkarte mit unserer intuitionalen Technologie auf Eurer Erde reinkarnieren zu lassen. Ohne Bewaffnung versteht sich. Wir sind eine ganz friedliche Zivilisation geworden. Es gibt bei uns keine Waffen oder Kriege mehr. Das kommt daher, dass wir die stärkste „Waffe“ entdeckt haben, die es gibt: Die Intuition. Wir können intuitionale Felder erzeugen, die so stark sind, dass sie Euch in eine andere Welt schicken. Ihr verändert Euch dabei völlig. Stellt Euch das wie LSD vor, nur hundert mal stärker. Es gab nur einen „Krieg“ mit diesen Waffen und es gab keine Gewinner. Alle haben sich so verändert, dass es von da an keine Kriege mehr gab. Aber es ist eben doch auch eine Waffe. Und deshalb haben wir sie bei Euch nicht angewendet. Wir zwingen Euch zu nichts. Wenn Ihr leben wollt, werdet Ihr leben und wenn Ihr sterben wollt, dann werdet Ihr Euch selbst vernichten. Ich bin nur dafür da Euch zu zeigen, wie Ihr leben könnt. Und wir sind hervorragend mit einem reformierten Kapitalismus gefahren, der nur nach dem großen intuitionalen „Krieg“ vor zwei Millionen Jahren in einen Kommunismus, eine Anarchie verwandelt wurde. Wir haben die intuitionalen Felder halt erst einmal nicht mehr abgeschaltet. Aber das war unsere Entscheidung, die wir demokratisch für uns getroffen haben. Und in einem so starken Feld gelingt es keinem eine Waffe zu ziehen. Der Gegendruck ist etwa so stark, wie die hundertfache Stärke des Überlebenstriebes. Es gibt fast niemanden, der in einem 1:100 Feld eine Waffe ziehen kann…das ist die Maßeinheit, mit der wir die Stärke der Felder messen: Der Überlebenstrieb.

Ich versteh Euch manchmal einfach nicht (mehr) nach zwei Millionen Jahren Reinkarnation in einem intuitionalen Feld. Ihr habt Probleme, die gibt es bei uns schon lange nicht mehr. Selbstverständlich muss jede intelligente Spezies ihre Bevölkerungsdichte auf ihrem Planeten selbst regulieren. Selbstverständlich spürt das in einem intuitionalen Feld jede und jeder genau, wie er diesbezüglich global denkt und lokal handelt.
Auch Eure Lebensbedingungen sind mir fremd. Wir Außerirdischen sind vor allem gute Menschen, sind aber nicht soviel Widerstand gewöhnt mehr. Unser ethisches Bewusstsein, das heißt die Fähigkeit für ethische Ziele Widerstände zu überwinden, hat in unserer Evolution abgenommen. Ich musste das erst Jahrelang lernen hier auf der Erde. Ihr habt hier so viele Arschlöcher und lasst sie so gewähren, das ist erstaunlich. In einem LSD-Feld gibt es zwei Möglichkeiten. Die allerschlimmsten Arschlöcher bringen sich selbst und die anderen Arschlöcher um und sterben aus. Und die anderen entwickeln sich sofort. Ich hatte ja gesagt, dass es auch irgendwie eine Waffe ist, so ein intuitionales Feld. Mit diesem Mangel muss man dabei leben. Ja sie können keine Waffe ziehen hatte ich gesagt. Ja und nein, das entscheidet die Intuition. Ich sprach vom Endergebnis. Vielleicht sollte ich besser sagen: Im Ergebnis zieht keiner mehr eine Waffe. Ich weiß das selbst nur noch aus Erzählungen. Wir haben keine Waffen mehr.
Ich erzähle Euch das eben jetzt mal so, dass die Bedenken auch deutlich werden. Es ist wahrscheinlich eine Frage der Stärke des intuitionalen Feldes (ob jemand noch eine Waffe ziehen kann). LSD ist eben noch sehr schwach. Ich weiß es selbst nicht ganz genau, wie wir das gemacht haben. Ich bin hier reinkarniert und das bedeutet, dass ich es auch nur durch die Intuition weiß. Es bedeutet, dass ich meine Herkunft nur durch die Intuition kenne. Aber wir können das so mal als Rollenspiel machen: Ich bin der Außerirdische für Euch und Ihr seid Außerirdische für mich. So fühle ich mich ja sowieso wie ein Außerirdischer unter Euch, egal ob ich nun eine Schizophrenie habe nach Euren beschränkten Maßstäben. Ihr versteht eben noch gar nicht, was eine Schizophrenie ist. Das mündet nur in Zerfahrenheit und Chaos, wenn man sich darin nicht entwickelt: Die Schizophrenie entwickelt das Leben, aber die Schizophrenie ist nicht das Leben. Der erste Hauptsatz unserer Psychologie der intuitionalen Felder. Und das, was ich da gesagt habe ist der Schlüssel zu den Bedenken. Ihr müsst es also selbst verantworten und wagen, über den Kämpfern des islamischen Staates mal 1000 Tonnen LSD, statt Bomben, abzuwerfen. Das ist Eure Sache. Das kann ich nicht verantworten, weil ich dazu nicht die nötige Stellung unter Euch habe. Aber seid gerecht zu ihnen, denn sie werden sterben oder sich entwickeln. Und wenn sie sich entwickeln, dann werden sie auch die Schwächen und Fehler Eurer westlichen Zivilisation klarer benennen können.

Ihr Menschen redet immer so viel darüber, was wir, die Außerirdischen, sind und ob wir existieren und wie man mit uns kommunizieren könnte. Aber Ihr seid oft so wenig interessiert an Euren Mitmenschen und kommuniziert nicht mit ihnen, wo das doch die Außerirdischen sind, die zur Hand sind. Ihr sitzt im Bus und jeder schaut in eine andere Richtung. Ihr seid Außerirdische für einander, also warum sucht Ihr dann nach Außerirdischen im Weltraum? Was denkt Ihr dort anderes zu finden, als Wesen, die sich so einsam in einer indifferenten Menge fühlen, wie sich einige Eurer Mitmenschen fühlen. Warum schaue ich zu jedem von Euch herüber und habe meine Imaginationen, wenn ich im Bus sitze?

Gibt es ein System oder ein Regime, das absolut böse ist? Man könnte das Naziregime in Deutschland nennen.
Gibt es aber ein System oder Regime, das absolut gut ist? Sind die Feinde des Bösen die Guten?

Lassen Sie mich das im Interview beantworten.

Glaubt Ihr wirklich, dass wir so sind, wie die meisten Eurer Filme das zeigen? Glaubt Ihr, dass es in einer Welt, die von high-tech Waffen und vernichtender Zerstörung dominiert wird, noch eine Zivilisation geben kann, die das Gute will? Eure Helden umgibt ein Hauch von Unsterblichkeit. Und das sind keine richtigen Wesen in einer wirklichen Welt, egal ob außerirdisch oder irdisch.
Nein der Inbegriff von Zivilisation sind zivilisierte Umgangsformen und das bedeutet die Abschaffung des Krieges und des Tötens, sogar des Tötens von Tieren, um die eigene Nahrung zu gewinnen. Aber Ihr ahnt schon, dass sich Eure Zivilisation in einer Sackgasse befindet, aus der Ihr vielleicht nicht mehr herausfinden werdet, wenn bei Euch das Erdöl, das Eure Zivilisation befeuert, knapp wird. Die Rückkehr religiöser Warlords ist nur das erste Zeichen davon.

Die Intuition. Wir könnten in der Sonne leben. Lasst mich Euch etwas außerirdische Psychologie darstellen. Wir unterscheiden klar zwischen Psychose und Schizophrenie. Die paranoiden Psychosen sind Ausdruck von quasi-stochastischen Warnkomplexen, die sich zur Gefahrenantizipation in der Evolution ausgebildet haben. Die psychotischen Assoziationen oder „Stimmen“ sind eigentlich Komplexechos eigener Ängste und Befürchtungen. Sie sind rational, das heißt sie waren während der Evolution oft begründet und richtig. Deshalb haben wir sie. Also auch diesen Komplexen, wenn sie auch oft heutzutage nicht die faktische Situation zeigen, sollte mit Liebe und Verständnis begegnet werden. Sie gehören mit zum seelischen Erleben einer entwickelten Persönlichkeit. Sie dürfen nur nicht einfach geglaubt werden. Vielmehr belegen die Komplexechos den paranormalen Kanal der Intuition ins Bewusstsein oft mit falschen Informationen. Aber in einer bestimmten Welt könnten diese wahr sein.
Als die paranormale Quelle des Unbewussten bezeichne ich jene Quelle der Information, mittels der Träume manchmal zukünftige oder entfernte Ereignisse zeigen, so wie der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung dies herausgefunden hat. Er hat dieses Phänomen „Synchronizität“ genannt. Als Gegenbegriff zur Kausalität versteht er darunter ein „akausales Angeordnetsein“. Wir Außerirdischen, die wir wissen, dass dies eine ganz kausale Wahrnehmung ist (mittels EPR-Korrelationen), bezeichnen dieses Phänomen theoretisch schlichter als das „Paranormale“ in uns.
Die Schizophrenie ist etwas anderes, als die quasi-stochastischen Warnkomplexe. Sie wird direkt aus der paranormalen Quelle des Unbewussten gespeist. Ihre archetypischen, informationellen Operatoren sind die archetypischen Symbole des Unbewussten: Fische, Vögel, Schlangen, Spinnen, die große Mutter, der alte Weise, Sonnenpenis und schließlich das Mandala sind solche informationellen Operatoren, die aber die Seele ganzheitlich ansprechen oder ausdrücken (also Gefühl, Sinnlichkeit, Verstand und Intuition). Was diese Operatoren sagen ist fast immer wahr, b.z.w. beruht jedenfalls auf der paranormalen Wahrnehmung des Unbewussten.
Um auch diese Sache mit dem Marihuana und dem LSD besser zu klären, man kann vereinfacht sagen: Marihuana löst wenn, dann eine Psychose aus, LSD dagegen löst wenn, dann eine Schizophrenie aus. Beides gibt es aber auch nicht-pathologisch. Ich nenne es das psychoide und das schizoide Denken. Psychoide Information ist schwach symbolisiert oder assoziiert, schizoide Information ist stark symbolisiert (leuchtende Farben, deutliche Bilder). Die Psychosen haben sich zur Gefahrenabwehr in der Evolution ausgebildet, die Schizophrenie zur Entwicklung der Persönlichkeit und in diesem Zusammenhang auch zur Verarbeitung traumatischer Erfahrungen. Psychosen treten vor allem in Stresssituationen mit der Umwelt (Überlebensstress) auf, eine Schizophrenie braucht gar keinen ersichtlichen Grund zu haben. Sie markiert meist einen Widerspruch zwischen der größeren Persönlichkeit des Menschen und der Unfreiheit, den Normen und Beschränkungen, denen er durch die Umwelt ausgesetzt ist oder die der Mensch selbst repräsentiert. Erst auf dieser Ebene wird sie verständlich. Lasst mich von der Schizophrenie sprechen. Wenn man sich nicht mehr gegen die Einsichten wehrt, die das Unbewusste vermitteln oder mit einem erfahren will, dann geht die Schizophrenie in das schizoide Denken über. Die Bewusstseinsspaltung wird durch eine starke, spirituelle und integrative Erfahrung aufgehoben. Das schizoide Denken ist ein Märchen des Geistes, eine Wunderwelt von tief symbolisierten Einsichten.

Lasst mich ein kleines Beispiel erläutern, eine kleine Sequenz schizoiden Denkens, die ich am 25.6.2013 erlebt habe und dabei mitgeschrieben habe. Es begann mit der Frage, ob Hunde ein Unbewusstes brauchen. Und die Antwort war, dass Hunde ein solches System benötigen, um zu kompensieren, b.z.w. zu verarbeiten, dass sie etwas wissen, dass sie sterben werden:

„Ein transzendentales System (sagen wir alle zusammen) brauchen Hunde (sagt das UB System, ich auch aber etwas weniger klar, ich dachte, also war gerade am überlegen, welches System Hunde denn brauchen?
Ja sie wissen etwas, dass sie sterben werden, denn sie sehen ja andere Tiere, insbesondere ihre Beute, sterben. Und die anderen Beutetiere sehen ihre Artgenossen sterben. Der Traum vom Tod ist ein transzendenter (transzendentialer Traum
Wenn ein solcher Traum auch transzendent ist, bräuchten Hunde das Unbewusste, wenn es transzendent ist.“

Ich unterhalte mich dann sozusagen mit meinem Unbewussten. Mein Unbewusstes hat auch Humor. Es hat dann gefragt: „Gibt es neuronale Hunde?“ Ich dachte so an Gehirn-Maschinenkombinationen, Cyborgs. Aber natürlich sind alle Hunde neuronale Hunde, denn sie haben alle ein neuronales Steuerungszentralsystem, ein Gehirn, wie wir es haben, gehört zu allen echten Hunden. Dann hat das Unbewusste meinen existentiellen Stress bemerkt, den ich als Underdog der Gesellschaft habe (arm und behindert, jeder glaubt einem auf den Kopf spucken zu können). Außerdem vermisse ich Isatou, meine westafrikanische Buschblume. Und da hat das Unbewusste diese Überlegungen in ein schönes Bild aufgelöst:

„Ein schönes kleines Bild von einer reihe kleiner Hunde quer von unten links bis rechts oben. Man kann in das Bild eindringen, hinein Messen. Dann tauchen friedliche Hundert Hunde nach kleinen ersten Hundegesichtern auf. Die Gesichter: so Dackelhunde.“

Und diese Bilder hat das Unbewusste dann in ein archetypisches Bild wiederum aufgelöst. Ich sah in leuchtenden klaren Farben eine Orange-Rot glühende, fein-gepunktet strukturierte Sonne und aus dem Weltraum kamen braune stilisierte, erdige Menschenwesen. Sie vergruben oder kuschelten sich in diese warme Sonne. Dazu die Frage: „Können wir in der Sonne leben?“

Das war auf jeden Fall ein warmes, positives Bild. Ich habe richtig Sehnsucht bekommen, das auch zu machen und war von den Dackelhunden schon in einer Stimmung hoher humaner Bewusstheit (weil es doch auch zur Humanität gehört, den Tieren Verständnis und Liebe entgegen zu bringen). Ich habe dann aber das Bild zunächst konkret genommen und nur überlegt, dass wir Menschen oder Außerirdischen, wenn unsere Sonne verglüht, ja doch nicht in ihr leben können. Es war noch nicht der richtige Zeitpunkt, dieses archetypische Bild zu verstehen. Als ich dann das Essay über die neue, globale Finanzarchitektur (die erste englische Version) geschrieben hatte, war es mir sofort klar, was es bedeutet. Es kann eine Welt geben, die es noch nie in der Geschichte gab, eine Welt in der es allen Menschen gut geht (bis auf individuelle Schicksalsschläge, die es immer geben kann). Eine Welt deren System, deren Organisationsform politisch und ökonomisch funktioniert, so dass das System für die Menschen arbeitet und nicht die Menschen dem blinden System dienen. Und das ist für die Menschheit so, wie in der Sonne zu leben. Das ist die Analogie, der tiefere Sinn dieses Bildes. Also ich möchte wirklich für diese Interpretation des in der Sonne Lebens als Analogie für eine begehrenswerte Welt für alle sprechen. Das ist der Sinn dieses Archetypus des in der Sonne Lebens. Das zugrunde liegende Prinzip ist die Harmonie. Die Menschheit hat eigentlich die medizinische Technologie, die Produktivität, das Know-How, um „in der Sonne leben“ zu können. Es fehlt nur die ganzheitliche, vernetzte, innovative politische und ökonomische Theorie. Diese Theorie zu schreiben und zu verbreiten ist mein Projekt als Außerirdischer. Ich habe die vollständige Sequenz des schizoiden Denkens in meinem Essay: „Alle reden vom Krieg, aber keiner redet vom Frieden“ wiedergegeben. Die Intuition, das ist im Grunde der schizoide Einfluss des Unbewussten auf das Bewusstsein. Dies ist der kooperative Pol, der sich als Kontrapunkt des egozentrischen Pols im Menschen, der dem Ich zugeordnet werden kann, in der biologischen Evolution herausgebildet hat. Die wichtigsten Funktionen dieses schizoiden Pols sind das Ideal der Kooperation, der Harmonie und das Paranormale. Das erstere macht die Intuition wahr als Lebensorientierung (östlicher Wahrheitsbegriff), das letztere macht sie wahr im faktischen Bereich (westlicher Wahrheitsbegriff). Den schizoiden Pol kann man auch als das Jungsche Selbst bezeichnen.

 

QUELLEN:

[1] Die Welt, “Globale Schulden wachsen auf 100 Billionen Dollar”, 9. März 2014, http://www.welt.de/wirtschaft/article125607192/Globale-Schulden-wachsen-auf-100-Billionen-Dollar.html

[2] ZeroHedge, Tyler Durden: “Global Debt Crosses $100 Trillion; Rises By $30 Trillion Since 2007; $27 Trillion “Foreign Held””, March 9, 2014, http://www.zerohedge.com/news/2014-03-09/global-debt-crosses-100-trillion-rises-30-trillion-2007-27-trillion-foreign-held

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s